Im
Jahr 2006 wird nach Schätzungen weltweit Elektronisches Geld (E-Geld)
im Wert von 8,6 Milliarden US-Dollar im Umlauf sein, mit dem Transaktionen
im Wert von 156 Milliarden US-Dollar abgeschlossen werden. E-Geld wird
nicht nur im E-Commerce als Zahlungsmittel zur Verfügung stehen,
sondern wegen der gegenüber Bargeld geringeren Transaktionskosten
neue Formen von Dienstleistungen ermöglichen.
Derzeit
spielt E-Geld im Zahlungsverkehr
noch eine unbedeutende Rolle. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank
(EZB) belief sich der Anteil des so genannten E-Gelds am Bargeldumlauf
im Euroraum Ende Juni 2000 auf 0,04 %. Für die laufende Wirtschaftsanalyse
ist es daher kaum relevant. Im Vergleich mit den traditionellen Zahlungsmitteln
ist E-Geld jedoch aufgrund niedrigerer Transaktionskosten und bequemer
Abwicklung sowohl für Firmen als auch für Verbraucher eine
attraktive Alternative.
Deshalb
kann, wenn erst einmal eine kritische Masse erreicht ist, mit rasanten
Zuwachsraten gerechnet werden. Vor
diesem Hintergrund müssen regulatorische
Überlegungen zwischen geldpolitischen Anforderungen, der Sicherheit
des Zahlungsverkehrs sowie der Gefahr, die Bildung neuer effizienter
Zahlungsformen zu bremsen oder zu verhindern, abwägen.
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